Steadicam Operator

Steadicam Operator

Ich liebe ruhige und gleichmäßige Kamerabewegungen. Früh hat mich die Steadicam begeistert. Mit einer Steadicam, die man an einer Weste am Körper trägt, lassen sich die menschlichen Bewegungen, die beim Gehen entstehen, zu einem gleichmäßigen, fließenden Kamerabild stabilisieren. Das Montieren einer Kamera für eine Multikamera-Produktionen auf dem Gimbal der Steadicam ist ein aufwändiges Unterfangen. Bei solchen Multikamera-Produktionen wird nicht mit kompakten, kleinen und leichten Kameramodellen gearbeitet. Die Geräte von Panasonic, Sony und Grass Valley wiegen voll bestückt zwischen 15 und 20 Kilogram. Und um diese Schwergewichte im Verbund mit vielen anderen Kameras in die Produktionsumgebung einzubinden, bedarf es neben einer Funkverbindung, über die das Bildsignal, die Intercom und die Steuersignale übertragen werden, auch einer Funkschärfe und einem Assistenten, der den Steadicam-Operator beim „blinden“ Gehen führt.

Sobald man mit der Kamera nicht mehr in einer Multikamera-Produktion eingebunden ist, kann man viele andere Möglichkeiten nutzen um bewegte Aufnahmen zu produzieren. Ich nutze meine eigene Steadicam gerne um Kameras bis 13 Kilogram zum Schweben zu bringen. Bei längeren Kamera-Gängen, bei langen Drehtagen mit vielen Moderationsparts oder bei kleineren Veranstaltungen habe ich meine Steadicam schon einsetzen können. Auch bei dem ein oder andern EB-Dreh konnte ich mit Hilfe meiner Steadicam den entscheidenen Mehrwert bieten.

In der Welt der Kamerastabilisierung findet gerade ein mächtiger Wandel statt. Viele unterschiedliche Hersteller bieten immer wieder erstaunliche Lösungen an. Für jede Produktion findet sich so immer das passende Equipment. Neben meiner Erfahrung im Bereich der schwebenden Kamera kann ich auch auf ein breites Netzwerk an Verleihern, Kollegen und Produktionsfirmen zurück greifen.